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12.03.2010
 

 

Kernthese aus »Der Energie-Irrtum« bestätigt:
Am 15. um 21.30 Uhr und am 21. März 2010 um 16 Uhr Dokumentation in 3SAT:

Öl ohne Ende?

Stammt Erdöl wirklich aus Millionen Jahre alten Zersetzungsprozessen von Meeresfossilien - oder entsteht der Rohstoff möglicherweise ganz anders?

Aus dem russischen Romashkino-Ölfeld, dem größten Ölfeld Europas, wurde Ende der 1990er Jahre nur noch Wasser gepumpt. Mit einigen Jahren Abstand förderten die Maschinen im Jahr 2002 plötzlich wieder Erdöl. Wie kann das sein? Mehr noch: Es war ein anderes Öl, als das ursprünglich geförderte - das kann man mit einem sogenannten isotopischen Fingerabdruck feststellen.

Doch woher stammt dieses Öl? 90 Prozent aller Materie der Erde entsteht im Erdmantel unter hohem Druck und Hitze, wo sich Moleküle fortdauernd neu arrangieren. Russische Wissenschaftler folgen nach dem Romashkino-Vorfall dieser Spur: Könnte es sein, dass unter hohem Druck in 120 bis 240 Kilometern Erdtiefe aus Wasserstoff und Kohlenstoff zusammen mit Eisenoxid Erdöl entsteht? Die Ergebnisse der russischen Forscher aus dem Hochdrucklabor scheinen plausibel zu sein - immerhin hat sie die Fachzeitschrift "Science" veröffentlicht.

Stimmten ihre Resultat, würde Erdöl ständig neu entstehen und die Ölindustrie müsste mit der Suche nach dem Rohstoff erst richtig anfangen. Aber wer hat ein Interesse, diese Ergebnisse überhaupt weiter zu erforschen? Seit Jahrzehnten wird angekündigt, dass das Öl nun bald zur Neige geht. Der Gewinn im Ölgeschäft hängt unmittelbar daran, dass ein - unberechenbar - knappes Gut gehandelt wird. Alles andere verdirbt die Preise.

Quelle: Am 15. um 21.30 Uhr und am 21. März 2010 um 16 Uhr Dokumentation in 3SAT

 

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Kommentar

Wie in dem neuen Buch »Der Energie-Irrtum« von Hans-Joachim Zillmer beschrieben, ist dies nicht der erste Fall, dass sich wirtschaftlich ausgebeutete Ölfelder wieder regenerieren. Drei Quellen im Nahen Osten hatten sich gemäß wissenschaftlichen Untersuchungen wieder gefüllt. Wichtig ist aber der Hinweis auf Erdöl mit neuer Signatur. Dies bedeutet, dass nicht nur ein Nachfüllen von Öl aus unteren Erdschichten erfolgt, sondern auch ganz anderes Öl entstanden ist. Dieser Fingerabdruck zeugt aber auch davon, dass Erdöl nicht aus einer bestimmten fossilen Quelle stammt, sondern mit einer anderen Zusammensetzung und Verunreinigung durch tote Mikroorganismen neu entstanden ist.

In »Der Energie-Irrtum« wird nicht nur beschrieben, dass sich Erdöl wieder regeneriert bzw. immer neu entsteht, sondern warum dies so ist. Immerhin ist erst durch die neue Satelliten-Forschung bewiesen worden, dass Kohlenwasserstoffe (Methan, Ethan, usw.) auf anderen Planeten und deren Monden, auch auf Pluto und Eris vorkommen – ganz ohne jede Biologie. Methan, Hauptbestandteil des Erdgases, auf anderen Himmelskörpern wurde zum Tabu-Thema bei der NASA gemacht, um Diskussionen zu unterbinden, da Methan auf der Erde nur biologischer Herkunft sein soll und deshalb ein Erklärungsinstanz besteht. Entsteht aber Methan abiogen, also anorganisch auf anderen Himmelskörpern, sollte die erde keine Ausnahme bilden und auch bei uns entsteht Methan abiogen und daraus Erdöl als Hochdruckvariante des Methans.

 

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